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Die optimale Dimensionierung des Solarthermie-Wärmespeichers

Die optimale Dimensionierung des Solarthermie-Wärmespeichers
1.    Die Größe des Trinkwasserspeichers
Bei der Frage nach der richtigen Größe eines Wärmespeichers für meine Solaranlage geht es primär darum, nicht über die Grenzfälle „zu klein“ und „zu groß“ zu geraten. Denn ist der Speicher zu groß, werden keine nutzbaren Temperaturen im Speicher erzielt – zumindest nicht wie vorgesehen innerhalb eines Tages. Damit wird die Anlage zu teuer. Ist der Speicher zu klein, wird das Energieangebot der Sonne nicht optimal genutzt, wodurch man nicht im gewünschten Ausmaß die Hauptheizung im Haus entlasten kann. 
Das Volumen eines Trinkwasserspeichers ist grundsätzlich abhängig von drei Faktoren:
-    Warmwasserbedarf = 1,5-bis 2-fache Tagesbedarf pro Person (Die VDI-Richtlinie geht von einem täglichen Pro-Kopf-Verbrauch von 30 Litern Warmwasser aus)
-    Kollektorfläche = 50 Liter im Solarspeicher entsprechen 1 m² Kollektorfläche
-    Individuelles Nutzerverhalten (deshalb sind alle Werte immer „Pauschal“)

2.    Die Größe des Wärmespeichers zur Heizungsunterstützung
Generell lässt sich sagen, dass für die solarthermische Heizungsunterstützung sowohl Solarkollektoren als auch Wärmespeicher größer zu dimensionieren sind, damit auch in der sonnenärmeren Übergangszeit (Frühjahr /Herbst)  die Heizung mit der Sonne betrieben werden kann.
Als Bezugsgröße für die optimale Größe eines Wärmespeichers eignet sich bestens die Fläche der installierten Solarkollektoren auf dem Dach: 
•    Bei Vakuumröhren- und Vakuumflachkollektoren: mindestens 7,0 Quadratmeter und mindestens 50 Liter je Quadratmeter Bruttokollektorfläche = 350 Liter Mindestgröße Wärmespeicher
•    Bei Flachkollektoren: mindestens 9,0 Quadratmeter und mindestens 40 Liter je Quadratmeter Bruttokollektorfläche = 360 Liter Mindestgröße Wärmespeicher

Die Größe des Wärmespeichers lässt sich auch in der Abhängigkeit von der zu beheizenden Wohnfläche berechnen. Für Altbauten in Kombination mit Flachkollektoren rechnet man beispielsweise mit 50 Litern Speichervolumen für 10 m² Wohnfläche. Damit lässt sich ein Richtwert ermitteln, in dem der Speicher liegen sollte.

Noch ein Wort zur Förderung:
Für die ab 01.01.2016 um 20% erhöhte BAFA- Förderung benötigt der Bauherr für die Basisförderung ein Mindestspeichervolumen von 200 Litern und für die Zusatzförderung mindestens 350 Liter, jeweils abhängig vom Kollektortyp und der Kollektorfläche.

Infoquelle: Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e.V. (BDH), Köln
Honorarfreier Abdruck bei Quellenangabe.

 

 





BDH Grafik Speichervolumen web72

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Pressetext:

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   Bildquellen:
Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e.V. (BDH), Köln
Honorarfreier Abdruck bei Quellenangabe.